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Glockenstuhl kann im Müschede bleiben
11.04.2010 - 13:50

Die evangelische Kirchengemeinde hat ihre Martin-Luther-Kirche in Müschede aufgegeben. Inzwischen ist sie verkauft worden und soll demnächst Wohnzwecken dienen. Nach einer Vereinbarung mit der kath. Pfarrgemeinde in Müschede wird die ev. Kirchengemeinde das Müscheder Hubertushaus (kath. Pfarrheim) bei Bedarf für ihre Gottesdienste nutzen können. Mit den Bauarbeiten der Martin-Luther-Kirche wurde 1969 begonnen, am 21.10.1971 fand die Einweihung statt. Trotz dieser kurzen Geschichte bleibt ein Schmerz zurück, wenn man bedenkt, mit welcher Opferbereitschaft und Freude die evangelischen Gemeindemitglieder in Müschede sich jahrzehntelang für dieses Projekt eingesetzt haben. Der letzte Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche findet am 30. Mai 2010 statt. Ein unverkennbares Wahrzeichen der Müscheder Martin-Luther-Kirche ist der freistehende Glockenstuhl, ein Gerüst aus Stahlfachwerk, in dem eine kleine Stahlglocke schwingt. Der Müscheder ADH ist der Überzeugung, dass dieses Wahrzeichen als Erinnerung an die erste ev. Kirche in Müschede erhalten bleiben sollte. Die Vertreter der ev. Kirchengemeinde haben diese Anregung des ADH dankbar begrüßt. Der Glockenstuhl mit Glocke würde kostenlos zur Verfügung gestellt. Als Standort wäre nach Auffassung des ADH der an das kath. Pfarrheim grenzende, kirchlich geprägte Bereich des Dorfplatzes geeignet. Der Glockenstuhl fügt sich hier maßstäblich gut ein und hat außerdem an diesem Platz räumliche Bezüge zu dem zukünftigen Sakralraum der ev. Kirchengemeinde. Der ADH hat die Stadt Arnsberg als Grundstückseigentümer um Unterstützung gebeten.


 

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