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 Pengel-Anton

Ein Geräusch gibt einen Namen

Pengel-Anton bei der Durchfahrt durch Werksgelände an der Möhnestr., 1943 vor der Möhnekatastrophe © EFWSeit Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Einstellung des Betriebes im Jahr 1968 war die Ruhr-Lippe-Kleinbahn eine das Stadtbild Neheims und umliegender Ortschaften prägende Einrichtung. Neben einem geregelten Personenverkehr waren die Züge überaus wichtig für die seinerzeit noch im erweiterten Stadtkern liegenden Industriebetriebe. Nur mittels eines Bahnanschlusses war es den Firmen möglich, umkompliziert große Rohstoffmengen zu erhalten und die fertigen Produkte in erheblichen Stückzahlen zu den Verbrauchern zu transportieren. Unwirtschaftliche und zeitraubende Zwischentransporte, zunächst noch mit Pferdefuhrwerken oder gar Handkarren - später mit Lastkraftwagen, zum Bahnhof Neheim-Hüsten konnten so vermieden werden.

Evangelischer Bahnhof, Neheim © EFWDie Trasse der Kleinbahn wurde innerstädtisch und auf den Betriebsgeländen nicht in einem eigenen Bereich (Bahndamm) geführt, sondern war in der Art einer Straßenbahntrasse ein Element des 'normalen' Straßenverkehrs.

Um beim Durchfahren der Orte (z.B. im Bereich der Friedrichstraße, Neheim) oder beim Rangieren auf den Betriebshöfen auf sich aufmerksam zu machen, wurde in diesen Streckenabschnitten permant eine Glocke - "die Pengel" - betätigt.

Gleisanlage im Bereich Fa. Hillebrand, von Neheim Richtung Niederense © EFWDieses "Alarm-Läuten" verhalf der Kleinbahn im Volksmund schnell zu dem Namen "Pengel-Anton".

Ein weiterer "Kosename" für die Bahn war mancherorts auch "Feurige Lia" wegen des oftmals Glut speienden Schornsteins der Lokomotive.

1906 - Auf der Ruhrbrücke am Bahnhof in Richtung Neheim




LINKS zum Thema:
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