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09.01.2006
Hochwertiges Pflaster für die Fußgängerzone

Die Preis-Situation in der Baubranche ist derzeit so günstig, dass die Stadt Arnsberg für die Pflasterung der Neheimer Hauptstraße ein hochwertiges Pflaster aussuchen kann, ohne dabei den vorher gesetzten Preisrahmen brechen zu müssen. So wählte gestern Abend der Bezirksausschuss Neheim für den linken und rechten Gehwegbereich der Hauptstraße ein helles, kugelgestrahltes und geschliffenes Beton-Steinpflaster mit dezenter dekorativer Oberfläche aus.
Als Kontrast wurde für die Fahrbahn in der Mitte der Hauptstraße ein mittelgraues unifarbenes Betonsteinpflaster ausgesucht. Herbert Kleine-Wolter vom Blinden- und Sehbehindertenverein Arnsberg-Sundern hatte sich allerdings für ein dunkleres Fahrbahnpflaster ausgesprochen, damit sich Sehbehinderte in einem stärkeren Hell-Dunkel-Kontrast noch besser orientieren können. Die Stadt Arnsberg hielt den für eine Fußgängerzone ausgewählten Kontrast jedoch für ausreichend.
Quelle: WP-online, 09.01.2006
Neues Pflasterkleid in lichtem Grau

Es kommt selten vor, dass der Bezirksausschuss Neheim in Hüsten tagt. Gestern war der Grund dafür, dass auf dem Bauhof an der Hüttenstraße die Musterpflaster für die Neugestaltung der Fußgängerzone ausgelegt waren.
Nach intensiver Diskussion entschieden sich die Ausschussmitglieder schließlich für einen hellen Stein mit gestrahlter und geschliffener Oberfläche auf den Seitenstreifen und einen etwas dunkleren mit unbehandelter Oberfläche für die Fahrgasse in der Mitte. Bei beiden handelt es sich um Betonsteine von 12 Zentimetern Stärke, die auch von schwereren Fahrzeugen (Lieferverkehr) befahren werden können.
Bei der Submission (Eröffnung der Angebote nach öffentlicher Ausschreibung) im Dezember habe es sich ergeben, dass die Stadt zur Zeit einen Preisvorteil für sich verbuchen könne, berichtete Wolfgang Schomberg vom städtischen Fachdienst Verkehr. So sei es möglich, hochwertige Materialien zu verwenden, ohne den Kostenrahmen zu überschreiten.
Von Seiten der Sehbehinderten wurde ein stärkerer Farbkontrast zwischen den verschiedenen Pflasterflächen als Orientierungshilfe angeregt, doch darauf wollten sich die Ausschussmitglieder nicht einlassen.
Ein anderer Punkt, der für Diskussionsstoff sorgte, war die Frage, ob und wie einige der Bäume in der Fußgängerzone erhalten werden können. Die Kalkulation des Architekten habe ergeben, teilte Schomberg mit, dass die Erhaltung von 14 Bäumen in der Fußgängerzone und zehn in der Oberstraße Mehrkosten in Höhe von 34000 Euro verursache. Im Wurzelbereich zum Beispiel müsse von Hand geschachtet werden.
Auch Wasserlandschaft wird umgestaltet
Dabei hätten es die neuen Bäume sogar besser, wurde ergänzend mitgeteilt: Sie erhielten größere Pflanztröge und als Nährboden ein modernes Substrat, das sie besser gedeihen lasse. Vor diesem Hintergrund sahen sich die Ausschussmitglieder überfordert, eine Empfehlung abzugeben. Sie überließen es der Stadtverwaltung, in dieser Sache eine Entscheidung zu treffen.
In Abstimmung mit dem Künstler, der sie geschaffen hat, wird auch die Wasserlandschaft am Bexleyplatz einer Renovierung und Umgestaltung unterzogen. Unter anderem soll der Wassereinlauf so verändert werden, dass das Wasser direkt in eine unterirdische Zisterne abfließt und keinen Tümpel mehr bildet, in dem sich der Unrat sammeln kann.
FAKTEN: Eigentümer steuern 640000 Euro bei
- 1,68 Millionen Euro will sich die Stadt Arnsberg die Renovierung der Neheimer Fußgängerzone und angrenzender Bereiche kosten lassen.
- Eigentümer der tangierten Grundstücke werden zu 45 Prozent an den umlagefähigen Kosten beteiligt. Daraus ergeben sich Einnahmen in Höhe von 640000 Euro, so dass für die Stadt ein Eigenanteil von 1,04 Millionen Euro bleibt.
- Am 6. Februar 2006 beginnt der Umbau in vier Abschnitten, zunächst im Abschnitt zwischen Möhnestraße und Springufer. Am 10. November soll das Vorhaben abgeschlossen sein.
- Gearbeitet wird in den einzelnen Abschnitten wechselseitig, um die Erreichbarkeit der Grundstücke sicherzustellen.
- Einzelheiten sollen mit den Betroffenen in einem Werkstattgespräch am 26. Januar besprochen werden. Auch ein Informationsblatt wird aufgelegt.
- Vorausgegangen waren drei solcher Werkstattgespräche ab 19. Januar 2005. Dort hatten die Bürger Gelegenheit, ihre Vorstellungen in die Planung einzubringen.
Quelle: WR-online, 09.01.2006
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