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04.01.2006
Comic-Zeichner könnte mit "Dikie" Durchbruch schaffen

Wenn Elmar Reh in seinem kleinen Dachgeschoss-Zimmer Comics zeichnet, erinnert dies an das berühmte Gemälde von Carl Spitzweg "Der arme Poet". Denn wie der arme Poet, der seine Idee förmlich mit spitzen Fingern greift, nimmt Elmar Reh den spitzen Bleistift zur Hand und bringt seine auf die Spitze getriebenen Gedanken zu Papier - zeichnerisch in Figuren, textlich in Sprechblasen.
Wie schon damals der arme Poet schreibt Reh seine Comics in einem bescheidenen Wohnumfeld. Denn mit seinen Comics wird er nicht reich und will es wohl auch nicht werden, weil die kleinen Bildergeschichten nicht auf Kommerz ausgerichtet sind. "Das Comiczeichnen macht mir einfach Freude und so konnte ich auch manche persönliche Probleme bewältigen", erzählt der 32-jährige Neu-Neheimer, der früher in Oeventrop lebte.
Seine kleinen Kunstwerke entstehen in der Regel nachts, "weil ich dann die absolute Ruhe zum Zeichnen habe" (so Reh). Wer seine Comics betrachtet, ist im ersten Moment verblüfft von seinem zeichnerischen Talent und im zweiten Moment traurig, dass er diese Begabung nicht besser vermarkten kann. "Ich will mich nicht unter Druck setzen lassen", betont Reh, "ich will genügend Zeit haben, meine Ideen zu entwickeln."
Auf Qualität legt er großen Wert. Immer wieder arbeitet er am gestalterischen Aufbau seiner Bildergeschichte und ist auch kreativ bei der Wortwahl für die Sprechblasen. "Gut Ding muss Weile haben", lächelt er dann. Das Experimentieren mit Bild-Text-Kombinationen macht Reh viel Freude.
Elmar Reh ist schon seit seiner Kindheit ein Comic-Fan. "Meinen ersten Comic habe ich mit sechs Jahren gelesen", erzählt er. Nach "Spider Man" und "Clever & Smart" verschlang er später Satire-Magazine und beschäftigte sich mit "Kowalski".
"Mit 16 oder 17 Jahren zeichnete und colorierte ich meinen ersten Comic. Es ging um ein Agenten-Thema", erinnert sich Elmar Reh. Seit 1999 malt er nun regelmäßig - in schwarz-weiß oder coloriert - zu verschiedenen Themen. Die Werke füllen mittlerweile eine dicke Mappe beziehungsweise sind im Computer abgespeichert.
Das neueste Produkt von Elmar Reh ist die Figur "Dikie, die Speisekammermaus". Der Neheimer Arzt und Schriftsteller Dr. Mathias Knoll, der zusammen mit dem Neheimer Musiker Robert Josek die "Dikie"-Kinderlieder-CD auf den Markt gebracht hat, bat Elmar Reh um die Illustrierung des Dikie-Projekts.
Dikie auf CD-Cover So findet man die Maus Dikie auf dem CD-Cover des Dikie-Clubs oder im Internet unter www.dikie.de Vielleicht schafft Elmar Reh mit Dikie ja auch noch den künstlerischen Durchbruch als Comic-Zeichner. Zu wünschen wäre es ihm.
Quelle: WP-online, 04.01.2006
LINKS zum Thema:
http://www.dikie.de/
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