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 02.01.2006

Josef Schumacher führt im Detail durch "seine Kirche"

Herz-Jesu-Altar: Der verkörpert Neheimer Geschichte. . .Wer sich die Muße nimmt und außerhalb der Heiligen Messen und Andachten durch die St.-Johannes-Kirche geht, der sieht ein Gotteshaus, dass sich nach der Renovierung in hellen Farbtönen darstellt.

Doch was sich genau hinter diesem Kirchenbau verbirgt, welche Geschichten mit seiner Entstehung verbunden sind, was es mit den fünf Altären auf sich hat, wo sich der Maler des Bildes verewigte, das über dem Herz-Jesu-Altar hängt, warum Graf Gottfried hier und gleichzeitig im Kölner Dom sein Grab hat, wo sich der Taufstein befindet - das alles und noch viel mehr erschließt sich nicht von alleine. Einblicke gibt es im vom Dombauverein herausgegebenen Kirchenführer, der an den Schriftenständen ausliegt. Doch wer ins Detail gehen möchte, der sollte sich eine Kirchenführung nicht entgehen lassen.

Bei Josef Schumacher ist man an der richtigen Adresse. Der 65-jährige Bäckermeister i.R. steht seit dem Ende der Umbauarbeiten für diese Infos zur Verfügung. Die vielen Infos erhielt er aus Gesprächen mit seinem Patenonkel Josef Hegener und aus dem Buch "100 Jahre Sauerländer Dom" sowie aus den Heimatbüchern von Winfried Fürste. All das ergibt ein fundiertes Bild über das überragende Gebäude in der Neheimer Innenstadt.

Eine Führung mit Josef Schumacher beginnt immer im Mittelschiff, wo zunächst auf die Historie der Kirche eingegangen wird. Beim Rundgang erfährt der Besucher u.a., dass das Kreuz aus dem 12./13. Jahrhundert stammt und das nur noch das Bildnis des Evangelisten Matthäus im Original erhalten ist. Herausragend ist der Herz-Jesu-Altar: "Der verkörpert Neheimer Geschichte" weiß Josef Schumacher zu berichten.
Anmeld. zur Kirchenführung unter Tel: 02932/22050.

Quelle: WR-online, 02.01.2006


Herz-Jesu-Altar
Herz-Jesu-AltarDer Tabernakel wurde für die Präsentation des Kreuzostensoriums hergerichtet. Das Kreuzostensorium, ein monstranzähnliches Gerät für die Zurschaustellung der Kreuzreliquie, stammt aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Kreuzpartikel befinden sich in der hochovalen silbernen Kapsel. Die Kapsel ist auf das Jahr 1779 datiert. Etwa 1780 erhielt die Johanneskirche die Kreuzreliquie aus dem kaiserlichen Schatz zu Wien. Dort soll ein echtes, größeres Stück des Kreuzes Jesu sein. Seit der Herrichtung des Herz-Jesu-Altars übernimmt er die Funktion der früheren Kreuz-Altäre. Das Altarbild wurde von dem Neheimer Maler Ritterbach geschaffen. Es zeigt im Hintergrund die Johanneskirche mit Westturm und das ehemalige Rathaus. Die Gesichter der Figuren in diesem Altar zeigen Portraits Neheimer BürgerInnen.

Quelle: Ansgar Volmer / Schützenbruderschaft Neheim


LINKS zum Thema:
http://www.st-johannes.neheim.de/
http://www.schuetzenbruderschaft-neheim.de/


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