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01.09.2005
BJB goes China - Kein Arbeitsplatzverlust in Neheim

Die Neheimer Firma BJB eröffnet heute ein Werk in China. Der Zulieferer für die Leuchten- und Hausgeräteindustrie lässt künftig in Dongguan im Süden Chinas Produkte montieren, deren Keramik-Grundkomponenten in China eingekauft werden.
Arbeitsplätze am Standort Neheim gehen deshalb nicht verloren: "Wir werden in China mit Hand montieren und das gibt es schon seit Jahren in Neheim nicht mehr. Von daher werden auch keine Arbeitsplätze in Neheim durch Arbeitsplätze in China ersetzt", versichert BJB-Geschäftsführer Dieter Henrici.
BJB hat die chinesische Tochter gegründet, weil auch die Leuchtenindustrie, also die BJB-Kunden, mehr und mehr nach China abgewandert ist.
Mit der neuen Tochtergesellschaft verbindet BJB das Ziel, in China Fuß zu fassen, um die BJB-Produkte besser dort vertreiben zu können.
Die Produktion bei BJB China unterscheidet sich komplett von der in Neheim: In Dongguan montieren Mitarbeiter die Produkte mit der Hand. Bei BJB in Neheim wird dagegen vollautomatisch gefertigt, da heißt auch, dass die Mitarbeiter eine hohe Qualifikation mit sich bringen müssen. In der automatisierten Fertigung können ausschließlich Fachleute mit guter Ausbildung und Erfahrung beschäftigt werden. Nicht umsonst investiert BJB kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung.
Deswegen ist eine vollautomatische Fertigung in China für BJB-Geschäftsführer Dieter Henrici derzeit auch absolut kein Thema: "Zur vollautomatischen Fertigung in China fehlt die nötige Infrastruktur: die über viele Jahre ausgebildete Mannschaft und Hilfsbetriebe wie Werkzeugbau und Elektrowerkstatt." Und das ist nichts, was in kurzer Zeit aufgebaut werden könnte: "Eine solche Infrastruktur ist sicherlich genauso teuer wie das mögliche Einsparpotential", betont Dieter Henrici.
Quelle: WP-online, 31.08.2005
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