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 10.07.2005

Bestes Programm in der Festival-Geschichte

Keine Frage - das Open-Air-Wochenende "Under The Bridge" war ein Knaller. Zum 20. Geburtstag beschenkte sich das Festival selbst: Mit insgesamt guten Besucherzahlen, einem zusätzlichen Tag und dem besten Programm seiner Geschichte.

Der neu eingeführte Kino-Donnerstag bewegte die Massen. 800 Filmfreunde strömten unter die Ohl-Brücke. Den sensationellen Festival-Auftakt hatte das UTB auch nötig: "Noch nie hatten wir einen so miesen Freitag", erklärt Thomas Wälter vom Orga-Team. Nur knapp 350 Leute ließen sich am Freitag unter der Brücke nieder. Am Programm kann es nicht gelegen haben. "Jordan´s Drive" aus Dänemark rissen die niedergeschlagene Stimmung an sich - Lex Barker und seine Truppe holten auch den letzten Sesselpupser auf die Tanzbeine.

Der Samstag entsprach mit 700 Besuchern wieder den Erwartungen. Musikalisch ließ sich das Geburtstagskind "Under The Bridge" nur auf das Beste vom Besten ein. Extrem-Liedermacher Götz Widmann besang Eduard - einen Hund im grün-weißen Staatsdienst. Ska-ndalös gut präsentierten sich "Alpha Boy School" aus dem Ruhrpott. Beissende Bläsersätze, sensationeller Ska. Selten klangen Saxophonsoli so sexy unter einer Brücke.

Als Headliner gaben sich Jamaram aus München die Ehre. Samba, Ramba, Jamba - Reggae-Herz, was willst Du mehr. Die Gruppe muss man sehen, um sie zu hören. "Ja, haben die denn keine Rastalocken?", zeigte sich ein Festival-Gast überrascht. Nein - dafür haben sie Jamaika im Blut. Das Publikum tanzte bis zur völligen Erschöpfung, einzelne Besucher sprangen in hohem Bogen von der Bühne. Die Menschenmeute fing sie mit erhobenen Armen auf.

Sonntag = Familientag. Das war bei "Under The Bridge" schon immer so. Auf einem großen Spieleparcours durften sich die Kinder austoben. Feuerakrobaten und asiatische Trommelklänge boten den Eltern Verweilung. Dazu gab es einen Trödelmarkt, Schmieden für Kinder und reichlich Leckereien wie Zuckerwatte. Viele hundert Gäste kamen, so dass an allen vier Tagen rund 2500 Leute das 15. Festival besuchten.

Finanziell steht das alle zwei Jahre stattfindende Festival erneut auf wackligen Beinen. Trotz des schlecht besuchten Freitags hoffen die Organisatoren, mit einem blauen Auge davonzukommen. "Das Festival war ein Erfolg", zieht Thomas Wälter sein Fazit. Jetzt geistern bereits mutige Überlegungen durch die Veranstalter-Reihen. "Vielleicht werden wir das Festival wieder jährlich anbieten", sagt Wälter.

Quelle: WP-online, 10.07.2005


LINKS zum Thema:
http://www.under-the-bridge.de/

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