Startseite
NEHEIM.info » Geschichte » 09.06.2005
 09.06.2005

Von alten Übereinkünften und neuen Unsicherheiten

Ein Entwurf für die Umgestaltung der Hauptstraße, den die Planer am Mittwoch beim Werkstattgespräch präsentierten. WP-BildEtwas verwundert blickte Thomas Vielhaber am Mittwochabend beim Werkstattgespräch Hauptstraße in die Runde. Vieles, was im letzten Gespräch bereits geklärt schien, war plötzlich alles andere als klar.

"Aber so ist nun einmal Bürgerbeiteiligung", sagt der Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Wohnen der Stadt Arnsberg. "Und wenn es am Ende dazu beiträgt, dass wir einen möglichst breiten Konsens finden, dann ist das ja auch in Ordnung."

Zumindest was das Pflaster angeht, schien am Mittwoch Einigkeit zu herrschen. Das Planungsbüro Pesch & Partner sieht in seinem neuen Entwurf einen 4,20 Meter breiten Mittelstreifen, zwei großzügige Seitenstreifen (4,90 Meter) und entlang der Schaufenster jeweils einen 1,50 Meter breiten Traufstreifen vor. Die Übergänge zu den Gassen sollen am Pflaster erkennbar sein. Hier wird das "Muster" unterbrochen und der Belag des Seitenbereichs in die Mitte übernommen. Weitere Möglichkeiten, diese Stellen zu markieren, sieht das Planungsbüro in einer besonderen Anordnung der Bäume in flachen Baumscheiben und in einer speziellen Beleuchtung.

Das Thema Bäume kam jetzt allerdings erneut auf den Tisch. Hatte sich die Mehrheit beim letzten Werkstattgespräch noch dafür ausgesprochen, die Bäume einseitig im Wechsel zu setzen, um mehr Platz für den Lieferverkehr zu schaffen, wollten viele am Mittwoch doch lieber alle Bäume in einer Art Allee erhalten. Und auch der Brunnen am Bexleyplatz, der vor kurzem eigentlich als Spielplatz für Kinder noch gern gesehen war, stand plötzlich wieder zur Disposition. Stadtkämmerer Johannes Rahmann trat auf die Euphorie-Bremse: "Bei einem Budget von 1,92 Millionen Euro ist nicht alles machbar", gab er zu bedenken.

Es wird ein Kompromiss Uneinigkeit bestand auch über ein Gastronomie-Podest am Bexleyplatz. Dagegen ist das Thema öffentliche Toilette inzwischen vom Tisch. Sie soll an der kleinen Schobbostraße installiert werden. Und auch über die Erhaltung von Spielgeräten und über neue Bänke, die im Rondell oder im rechten Winkel zu den Ladenzeilen stehen, gab es keine Diskussion. Wie diese im Einzelnen aussehen sollen und auch über das Material des Pflasters soll nun eine kleine Arbeitsgruppe entscheiden.

Ein weiteres Werkstattgespräch wie am Mittwochabend wird es allerdings nicht geben. Thomas Vielhaber: "Es wird ein Kompromiss werden, das hat sich am Mittwochabend gezeigt. Aber es wird einer, der auf alle Fälle besser ist als die derzeitige Situation."

Quelle: WP-online, 09.06.2005

Impressum | E-Mail | | © 2009 naphtali artworx & herbst media