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19.04.2005
Stephan Jung: "Wir müssen den Glauben aus der Tabu-Ecke holen"

"Wir müssen den Glauben aus der Tabu-Ecke holen", meint der künftige Pfarrer der Johannesgemeinde, Stephan Jung. So sollte in Familien öfters über den Glauben gesprochen werden. "Es wäre gut, wenn wir durch das, was wir tun, Gott ins Gespräch bringen."
Über Gott und Glaube zu reden ist Stephan Jung viel lieber als einer Diskussion aus dem Wege zu gehen. Denn so könne man an die Katholiken, die heute schweigend der Kirche fernbleiben, herankommen. Ein Weg, mit mehr Katholiken wieder ins Gespräch zu kommen, sei die Möglichkeit, die Eltern noch stärker zu begleiten, wenn sie ihre Kinder auf die Erstkommunion vorbereiten. Denn dann nähmen nach dem Weißen Sonntag vielleicht mehr Erstkommunionkinder an sonntäglichen Gottesdiensten teil.
Die heutige Aufgabe, den Glauben stärker ins Gespräch zu bringen, stellte sich in der Familie von Stephan Jung nicht. Er stammt aus einem katholischen Haus, in dem der Glaube thematisiert wurde. Sein Vater gehört dem Kirchenvorstand seiner Siegener Heimatgemeinde St. Peter und Paul an, Stephan Jung selbst war Messdiener, als Pfadfinder unterwegs und nahm an Aktionen der Pfarrjugend teil. Im Gespräch mit Geistlichen wuchs seine Entscheidung heran, Priester zu werden. "Meine Eltern waren davon nicht überrascht", schmunzelte er im Gespräch mit der WP.
Was verbindet nun Stephan Jung mit Neheim?
Die Johannesgemeinde hat er zuvor durch priesterliche Tätigkeit nicht kennen gelernt, doch hat er guten Kontakt zu dem früheren Vikar der Johannesgemeinde, Ansbert Junk, der heute (etwa 50 km von Stephan Jung entfernt) ebenfalls als Priester im Bistum Le Mans arbeitet. Auch kennt er Meinhard Elmer, der von 1990 bis 1994 Vikar der Johannesgemeinde war. Denn mit Elmer wurde er 1990 zum Priester geweiht.
Das starke ehrenamtliche Engagement der Gemeindemitglieder in Frankreich hat Stephan Jung stark beeindruckt. Daher ist er auch froh, dass auch in der Neheimer Johannesgemeinde zahlreiche ehrenamtliche Helfer die Gemeindearbeit fördern. In Hartwig Diehl hat er auch einen renommierten Kirchenmusiker gefunden, der Jungs musikalisches Interesse (Jung kann Klavier und Orgel spielen) sicherlich noch fördern wird. So wird der neue Pfarrer irgendwann auch mal die Orgel im Dom spielen.
Quelle: WP-online, 19.04.2005
LINKS zum Thema:
http://www.st-johannes.neheim.de
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