Startseite
NEHEIM.info » Geschichte » 16.02.2005
 16.02.2005

Nachhilfe für Autofahrer

Heribert Hillmann (links), Chef der Polizeihauptwache Arnsberg, und Michael Figgen gaben gestern Autofahrern Nachhilfe in Sachen Fußgängerzone. (WR-Bild: Welke) "Wir kassieren jede Menge Knöllchen", berichtet Erster Polizeihauptkommissar Heribert Hillmann, Leiter der Polizeihauptwache Arnsberg. Der Grund: Im Zusammenhang mit dem kürzlich begonnenen Projekt Sichere Innenstadt Neheim wird verstärkt die Einhaltung der für die Fußgängerzone geltenden Regelungen überwacht.

Und da ist im Laufe der Zeit viel "eingerissen". Deshalb sah sich die Polizei jetzt genötigt, noch einmal auf die einfachen und eindeutigen Vorschriften hinzuweisen. "Wir hören da so viele Ausreden", hat Polizeihauptkommissar Michael Figgen erfahren. Demnach ist eine der beliebtesten: Ich muss meine Frau abholen.

Doch das lassen die kontrollierenden Beamten nicht gelten. "Egal, bei welchem Wetter!" meint Figgen, der übrigen heute offiziell als neuer Bezirksbeamter für Neheim vorgestellt wird. Fünfzehn Euro sind dann fällig als gebührenpflichtige Verwarnung.

Befahren verboten!
Das gilt insbesondere für den Lieferverkehr. Nur zwischen abends 19 Uhr und morgens 10.30 Uhr gilt die Ausnahmeregelung, dass die Lieferfahrzeuge die Geschäfte in der Fußgängerzone ansteuern dürfen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Personen, die von der Stadt Sondergenehmigungen zum Befahren der Fußgängerzone erhalten haben. Aber auch in diesen Fällen gilt: Normales Fahren nicht gestattet! Für die Fußgängerzone wird Schrittgeschwindigkeit (etwa 5 km/h) verlangt.

Auch Radfahrer müssen von den Beamten immer wieder zur Ordnung gerufen werden, obwohl die für sie gelten Regelungen unmissverständlich an allen Zugängen zur Fußgängerzone angegeben sind: Tagsüber heißt es Schieben, erst abends nach Geschäftsschluss ist Radfahren erlaubt.

Der Autor dieses Berichts wohnt seit 15 Jahren in der Fußgängerzone und besitzt seitdem eine Sondergenehmigung zum Befahren, um seine Garage erreichen zu können. Zum ersten Mal ist er in diesen Tagen von einem kontrollierenden Beamten danach gefragt worden.

Die verstärkte Polizeipräsenz, vielleicht auch die Knöllchen, tun offensichtlich schon ihre Wirkung. Denn so ganz ohne Fahrzeuge wie gestern hat man die Fußgängerzone kaum jemals gesehen.

Quelle: WR-online, 16.02.2005 | Welke

Impressum | E-Mail | | © 2009 naphtali artworx & herbst media