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07.01.2005
Aktion "Arnsberg hilft!": Eine enorme Spendenbereitschaft zeichnet sich ab

Die Lokalpresse berichtet umfangreich über die Hilfsaktionen im Zusammenhang mit dem Seebeben vom 26.12.2004 in Südasien:
Der Meeres- folgt jetzt Spendenflut

Arnsberg hilft! Ihren Höhepunkt erreicht die aus vielen Einzelaktionen bestehende Flutopferhilfe der Arnsberger am 08.01.2005 mit einer Großveranstaltung von 11 bis 16 Uhr in der Fußgängerzone.
"Wir gehen davon aus, dass wir wenigstens auf 25 000 Euro kommen", erklärte Conny Buchheister vom Citybüro des Förder- und Verkehrsvereins Aktives Neheim. Bei ihm laufen alle Fäden für die kurzfristig erst am Montag aufgenommenen Planungen zusammen.
Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Allein ein einziger Scheck, der ihm heute als Spende übergeben wird, lautet auf diese Summe. Er kommt von der Firma Cosack Druck und Verpackung. Die hundert Mitarbeiter des Unternehmens im Bergheimer Industriegebiet haben auf die Entlohnung für jeweils einen halben Arbeitstag verzichtet, um mit diesem Geld den Opfern der großen Flut zu helfen. Die Firmenleitung hat daraufhin die Summe großzügig aufgestockt auf 25 000 Euro.
Das ist auch etwa die Summe, die aufgebracht werden muss für eine Wasseraufbereitungsanlage, mit deren Hilfe die Menschen im nordöstlichen Teil des Inselstaates Sri Lanka in die Lage versetzt werden sollen, wieder sauberes Trinkwasser zu bekommen. Das berichteten gestern Morgen Vertreter des Vereins Tamilische Rehabilitation Organisation (TRO), die die Hilfen über ihr Büro in Wuppertal koordiniert. Wie bereits berichtet, konzentriert Arnsberg seine Hilfen auf Sri Lanka. "Dieses Land bietet sich an, da in Arnsberg viele Mitbürger aus den krisengeschüttelten Regionen heimisch sind", hat Franz-Josef Schröder, der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, in einem Antrag formuliert, mit dem seine Fraktion die Übernahme einer städtischen Patenschaft über eine der schwer getroffenen Städte in Sri Lanka anregt.
Auch den Wiederaufbau zweier völlig zerstörter Waisenhäuser werde die TRO mit den Spenden in die Wege leiten, kündigte ihr Sprecher Agilan Waradarajah an. Auch Generatoren für die Stromerzeugung oder Boote und Ausrüstung für die ihrer gesamten Habe beraubten Fischer seien erforderlich. Sachspenden, wie etwa Nahrungsmittel oder warme Kleidung, seien dagegen für die Menschen in der Region oft ungeeignet.
Derweilen füllt sich nicht nur der Aktionsplan für die heutige Veranstaltung, sondern auch die Listen der zugesagten Spenden. Außer vielen Zuwendungen in bar tauchen dort auch zwölf Paletten Töpfe und Pfannen von der Firma Berndes oder ein Kontingent Sommerschuhe vom Schuhhaus Farke auf. Die Eigentümer der noch vom Weihnachtsgeschäft in der Fußgängerzone stehenden Karussells geben 500 Fahrchips ab und ein Privatmann, der anonym bleiben will, steuert 5 000 Euro bei: "Arnsberg hilft!"
Quelle: WR-online, 07.01.2005, Helmutheinz Welke
Benefizkonzerte im Kulturzentrum und im Arnsberger Sauerlandtheater

Vereinsvertreter der Arnsberger Bürgerschützen, der Schützenbruderschaft St. Johannes-Bapt. Neheim und des Jägervereins Neheim haben gestern Einzelheiten für die zwei großen Benefizkonzerte vorgestellt.
Das erste Konzert findet am Samstag, 15. Januar um 17 Uhr im Kulturzentrum Neheim-Hüsten statt, Veranstalter sind die Neheimer Schützen und der Jägerverein. Einleitende Worte und die Moderation übernehmen Schützenoberst Eberhard Hilger und Jägeroberst Hubert Cloer. Das Programm wird gestaltet vom Spielmannszug "In Treue fest" Hüsten, den Holy-Spirit-Gospel-Singers, dem Mandolinen- und Gitarrenorchester Hüsten-Sundern, der tamilischen Tanzgruppe, den ChorRhythmics, dem Musikverein Voßwinkel, Spielmannszug Herdringen und dem Vokalensemble Neuer Chor. Ein Interview mit dem tamilischen Priester Albert Koolan wird vor der Programmpause durchgeführt.
* Am Sonntag, 16. Januar, 17 Uhr Sauerlandtheater, wird die zweite große Benefiz-Gala geboten. Veranstalter sind die Arnberger Bürgerschützen, die organisatorisch vom Kulturamt und dem Musikverein Niedereimer (aus personellen Gründen kann er musikalisch nicht auftreten) unterstützt werden. Blasmusik der Spitzenklasse wird durch das Blasorchester der Arnsberger Bürgerschützen und durch die Musikvereine aus Beckum, Endorf und Affeln geboten. Die Schirmherrschaft hat MdB Friedrich Merz übernommen, die Begrüßung erfolgt durch Dr. jur. Detlev Dolle. Zu hören ist ein musikalischer Querschnitt, der von Dvoraks Sinfonie Nr. 5 bis zum Fridericus Rex Grenadiermasch reicht. Mitinitiator Hans-Jürgen Wirth (Niedereimer) konnte spontan die Mithilfe der befreundeten Musikvereine einholen. Vor der Konzertpause wird Paul Senske Vertreter der Tamilen-Gruppe interviewen.
* In beiden Benefizveranstaltungen werden den Besuchern vor Konzertbeginn Briefumschläge mit dem Aufdruck "Arnsberg hilft" (bestimmt für den Ort Point Perdo) überreicht. Die Besucher können darin ihre Spende unterbringen. Nach Konzertschluss werden die Briefumschläge eingesammelt.
Quelle: WR-online, 07.01.2005, Udo Schnücker
Kommentar v. Udo Schnücker:
Arnsberg hilft: Bürger zeigen viel Mitgefühl

Die Flutkatastrophe hat uns zunächst sprachlos gemacht. Erst nach drei, vier Tagen wurde das gesamte Ausmaß an Trauer und Leid, an Verwüstungen ganzer Landstriche deutlich. Die Bürger haben schnell reagiert. Erst waren es einzelne Aktionen, dann setzte eine Welle der Hilfsbereitschaft ein.
Am 08.01.2005 findet die erste Benefizaktion in Neheim statt. Wahrscheinlich werden es einige Tausende sein, die an der St. Johannes-Kirche bzw. in der unteren Fußgängerzone ihre Solidarität, ihr Mitgefühl bekunden und spenden werden.
In knapp fünf Tagen hat das Orga-Team (Werbegemeinschaft Aktives Neheim, Bürgerschaftliches Engagement/Stadt und die Tamilen) das Programm auf die Beine gestellt. Wen sie auch fragten, was auch fehlte - sie sind auf offene Ohren gestoßen. Und das Spendenergebnis wird wahrscheinlich alle Erwartungen übertreffen. Aber auch dies: Viele haben gespendet, weil die Spende zielgerichtet für den im Norden von Sri Lanka zerstörten Ort Point Perdo bestimmt ist. Das Geld für den Kauf der Wasseraufbereitungsanlage (25 000 E) ist bereits vorhanden, was darüber hinaus eingeht, wird für den Wiederaufbau des Waisenhauses verwandt.
Die Spendenaktion ist damit noch lange nicht abgeschlossen, die zwei Benefizkonzerte werden ebenso dazu beitragen, wie das Kinder- und Jugendzentrum in Neheim. Das hat spontan seine Einnahmen vom nächsten Rockkonzert (21. Januar) für "Arnsberg hilft" zur Verfügung gestellt.
Eigentlich alles bestens. Wäre da nicht die GEMA. Gestern wurde bekannt, dass die Schützer von Urheberrechten bei den Benefizkonzerten auf ihre Gebühr drängen. Das sind zwei Mal 44,70 E. Na ja. . .
Quelle: WR-online, 07.01.2005, Udo Schnücker
Die Firma Cosack hilft den Flutopfern mit 25 000 Euro

Die rund 100 Mitarbeiter starke Bergheimer Firma "Cosack Druck + Verpackung" hat gestern für die Flutopfer-Hilfsaktion "Arnsberg hilft" 25 000 Euro gespendet.
Allein diese großzügige Spende reicht dazu aus, die rund 25 000 Euro teure Wasseraufbereitungsanlage für ein Dorf im Norden Sri Lankas zu finanzieren. Die Beschäftigten der Firma Cosack hatten jeweils einen halben Arbeitstag gespendet (Urlaub eingereicht, aber trotzdem gearbeitet).
Den Wert dieser gespendeten Personalkosten stockte dann die Firma Cosack um ein Mehrfaches auf, so dass die 25 000 Euro zusammenkamen. Der Scheck wird am 08.01.05 um 12.15 Uhr bei der Benefiz-Aktion in der Neheimer Fußgängerzone übergeben.
Nach dem gleichen Spendensystem stellte gestern die 24 Mitarbeiter starke Neheimer Druckerei Dassel 4000 Euro für ,Arnsberg hilft´ zur Verfügung. Conny Buchheister, Organisator der heutigen Benefiz-Straßenaktion, ist vom Spendenaufkommen überwältigt. "Schon jetzt sind insgesamt rund 45 000 Euro für "Arnsberg hilft" zusammengekommen", berichtet Buchheister. Da die Wasseraufbereitungsanlage mittlerweile finanziert ist, sind die weiteren Spendengelder für den Neubau eines Waisenhauses in dem gleichen Ort auf Sri Lanka bestimmt. In diesem Ort und Umgebung waren durch die Flutwelle zwei Waiserhäuser zerstört worden.
Bei der heutigen Straßenaktion werden mehr als 100 Spendendosen in den Neheimer Geschäften und an den zahlreichen Ständen der Firmen, Vereine (auch das DRK ist dabei) und Bürger stehen. Auch werden viele Bürger mit Spendendosen in der Fußgängerzone unterwegs sein.
Die Tamilische Rehabilitation Organisation e.V. (TRO) bittet auch um Sachspenden. Benötigt werden insbesondere Gehhilfen, Rollstühle und Chemietoiletten.
Viele der Arnsberger Tamilen stammen aus den überfluteten Gebieten und haben Verwandte in Asien, die sie über die unerträgliche Lage in der Heimat informieren. Bei den Benefiz-Konzerten am 15. und 16. Januar wird ein tamilischer Priester zu Gast sein und davon berichten, wie er die Situation nach der Katastrophe vor Ort erlebt hat.
Quelle: WP-online, 07.01.2005
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