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 1925

Gründung der Ruhrtal-Motorrad-Werke (RMW)

BLEHA mit OHVDaniel Blecher und Karl Haardt gründeten 1919 unter dem Namen BLEHA eine kleine Firma zur Produktion von Fahrrädern. Schon wenige Jahre später, wahrscheinlich 1922, wurde mit der Fertigung von "Leicht-Motorrädern" (zunächst eher Fahrrad mit Hilfsmotor) begonnen. Die Motoren lieferte DKW (148 ccm, 1,5 PS), die Rahmen wurden bei BLEHA gefertigt.
Nach dem frühen Tod Daniel Blechas führte Karl Haardt das junge Unternehmen als "Ruhrtal Motorradwerke" (später " R.M.W.-Motorradwerke (Ravensberger) GmbH, Neheim-Ruhr" und "Ruhrtal Motorradwerke GmbH, Neheim-Ruhr") weiter.

Neue Fahrgestelle mit gesenkgeschmiedeten, hartverlöteten Muffen lösten die bisherigen ab, bei denen Rahmenbrüche oft zu Reklamationen führten. Zeitgleich begann die Entwicklung eines eigenen Zweitaktmotors (3 PS). Aus diesen Komponenten entstand das erste Modell, "B2" genannt.

RMW 600 (rechts) und BMW R32Rennen wurden gefahren und manchmal auch gewonnen, was den Vertrieb ankurbelte und 1927 Kapital für die Entwicklung eines eigenen 250 ccm Motors bereitstellte. Es wurden darüber hinaus auch Einbaumotoren bis zu 600 ccm verwendet.

Ab 1929 liefen die Geschäfte so gut, dass die Kapazitäten erweitert werden mussten. 1932 wurde in Wenholthausen (Sauerland) ein Montagewerk eingerichtet. Die dort produzierten Fahrzeuge kamen unter dem Namen "PHÖNIX", der später auch bei in Neheim produzierten Motorrädern Verwendung fand, in den Markt. Ausgestattet waren die Maschinen mit eigenen Motoren (125 - 250 ccm) und Getrieben von GETRAG (4-Gang) und BURMANN (3-Gang).

PHÖNIX-WerbungBedingt durch die Politik der 1933 an die Macht gekommenen Nationalsozialisten mussten ab 1936 die größeren Motoren "im Hause" gefertigt werden. Bisher waren diese aus dem Ausland bezogen worden (Ausnahme: das 600 ccm Aggregat von Siemens-Halske, Berlin). So wurden nun Lizenzprodukte von BARK (Dresden) in Neheim gebaut. Alles in allem war "PHÖNIX" eine erfolgreiche Marke und konnte die Position im Markt in den dreißiger Jahren behaupten.
Neben der Motorrad-Produktion wurde versucht, ein "zweites Standbein" durch die Fertigung von Küchen aufzubauen.

Ab 1940 wurde bei RMW nicht mehr produziert. Lediglich Reparaturen wurden noch durchgeführt.

In den unmittelbaren Nachkriegsjahren wurde die "Durststrecke" mit der Produktion von Küchenmaschinen und anderer, im Nachkriegsdeutschland dringend benötigter, "Gebrauchsgüter" überbrückt um sich dann wieder der Motorradfertigung zu widmen.

Die neuen "PHÖNIX"-Maschinen waren zunächst mit eigenen Motoren, später mit Ilo-Einbauaggregaten ausgestattet.
Diese Modelle fanden aber nur wenige Käufer, so dass ab 1953 die Belegschaft kontinuierlich verkleinert wurde. Auch das 1956 vorgestellte "Phönixchen", ein 50ccm-Moped mit 2-Gang-Ilo, konnte den Untergang nicht aufhalten. 1957 wurde die Produktion bei RMW endgültig eingestellt.

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Quelle:
"BLEHA, Phönix, RMW - Motorräder aus Neheim", Herausgeber: Christof Wolff u.a.

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