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 1862

Einweihung der evangelischen Kirche

© www.evkn.deBedingt durch die Industrialisierung des Ruhrtals zogen immer mehr evangelische Christen auch in das “katholische” Neheim. Es ist der Initiative der evangelischen Firmeninhaber F.W. Brökelmann und G. Tappe zu verdanken, dass im Jahre 1862 die evangelische Kirche eingeweiht werden konnte. Erst im Jahre 1871 wurde die Gemeinde mit rund 400 Mitgliedern selbständig.

Die evangelische Christuskirche wurde als neugotischer Bau auf dem höchsten Punkt zwischen Möhne und Ruhr errichtet. Er besteht aus gewerkten Bruchsteinen und einem mit Schiefer gedeckten Dach. Das Wachsen der Gemeinde machte in den Jahren 1897 - 1899 eine Erweiterung der Kirche erforderlich, in dem das Hauptschiff verlängert und eine Seitenempore ergänzt wurden. Die drei Fenster im Chorraum veranschaulichen die Auferstehung Jesu und waren ein Grund, der Kirche nach dem 2. Weltkrieg den Namen Christuskirche zu geben.

Die Evangelische Kirchengemeinde Neheim öffnet ihre Christuskirche seit Jahren für ein größeres Publikum. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten eignet sie sich wegen ihrer guten Akustik besonders für Konzerte. Seit dem Abschluss des 1. Bauabschnitts der Innenrenovierung des neugotischen Baus im November 2001 konnten unter der Seitenempore zwei Kunstausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ein besonderes Angebot für die zum Wochenmarkt strömende Bevölkerung ist die HörZeit am Samstagvormittag um 11.30 Uhr: 20 Minuten lang werden von verschiedenen Mitwirkenden Musikstücke gespielt und Texte gelesen, welche die Besucher zur Besinnung anregen.

Oft steht die unter Denkmalschutz stehende Kirche auch auf dem Programm der Stadtführerin, wenn sie auf dem Weg durch die Neheimer Altstadt an die Anfänge der evangelischen Gemeinde erinnert und einen Einblick in den neu gestalteten und ansprechend ausgemalten Kirchenraum geben will. Für das Jahr 2003 ist ein Künstlerwettbewerb für die Gestaltung von Kreuz, Altar, Lesepult, Leuchtern und Osterleuchter ausgeschrieben, so dass die Innenrenovierung der Kirche bald abgeschlossen sein dürfte.


Gransauplatz mit ev. Kirche und Kriegerdenkmal - Ansichtskarte 1915

Adresse:
Burgstrasse 29 / Gransauplatz, 59755 Arnsberg-Neheim

Gottesdienste:
sonntags 9.30 Uhr; samstags vor dem 2. Sonntag im Monat 18 Uhr

Öffnungszeiten:
zu den Gottesdiensten, Konzerten, Ausstellungen, zur HörZeit und auf Anfrage

Auskünfte:
Pfarrer Dr. Udo Arnoldi, Burgstr. 11, 59755 Arnsberg, Tel.: 02932/27272, Fax: 02932/700353
Udo.Arnoldi@t-online.de


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