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1819
Jüdische Elementarschule in Neheim

Neheim besaß schon seit 1819 eine jüdische Elementarschule. Sie war eine der ältesten in der preußischen Provinz Westfalen. Anfangs wurde der jüdische Schulunterricht reihum in den Wohnungen der Familien abgehalten. Noa Wolff und Isaac Langstadt sorgten dafür, daß Räume, Lehrerwohnung und Lernmittel bereitgestellt wurden, so daß die Neheimer jüdische Schule einen Vergleich mit den größeren katholischen Schulen nicht zu scheuen brauchte. Lange bevor evangelische Schulen im Neheimer und Arnsberger Bezirk gegründet wurden, existierten in den Stadtteilen Neheim und Hüsten bereits israelitische Schulen, über die die Kirche die Aufsicht ausübte. Auch der israelische Lehrer mußte sich dort verantworten. Dieser unterrichtete seine Schüler nicht nur in Rechnen und deutscher Sprache, die ihnen wegen der Integration sehr wichtig war, sondern ebenfalls in Hebräisch und im mosaischen Gesetz. Auch in Neheim wurde der jüdische Lehrer durch Übereinkommen der einzelnen Gemeindemitglieder angestellt und von der königlichen Regierung konzessioniert. Im Herbst 1831 beantragten die jüdischen Neheimer Familien zur "Komplettierung" des Gemeindelebens ein eigenes Gotteshaus.
LINKS zum Thema:
http://ursulahomann.de/Biedermeier/kap007.html
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